Lebenslauf: Deutschland, Österreich und Schweiz im Vergleich
DACH wird als ein Markt behandelt und ist drei Konventionen. Ein Lebenslauf, der in Deutschland normal ist, sendet in Österreich kleine falsche Signale.
DACH ist ein praktisches Etikett für drei Länder, die eine Sprache teilen und beim Bewerben nicht viel sonst. Die Fotokonvention ist tatsächlich gleich, und genau deshalb übersieht man die Unterschiede leicht: Das Dokument sieht richtig aus, und dann hängen die falschen Dinge daran.
Was die drei Märkte gemeinsam haben
Ein Foto, eine umgekehrt chronologische Tabelle, ein Anschreiben und Daten als MM.JJJJ sind in allen drei Ländern Standard. Das sind bereits vier Konventionen, die Großbritannien und die USA für falsch halten, und deshalb braucht ein für London geschriebener Lebenslauf echte Arbeit, bevor er nach Zürich geht.

Die Schweiz verlangt ein Dossier, keinen Lebenslauf
Die Schweizer Bewerbung ist der Ausreißer. Wo ein deutscher Arbeitgeber Lebenslauf, Anschreiben und Zeugnisse erwartet, erwartet ein Schweizer Arbeitgeber ein vollständiges Dossier: das Schreiben, den Lebenslauf, jedes Arbeitszeugnis von jeder früheren Stelle und die Diplome, geordnet in einer Datei. Eine Bewerbung ohne Arbeitszeugnisse wirkt unvollständig und nicht etwa knapp.
Eine gemeinsame Sprache ist keine gemeinsame Bewerbungskultur. Das Schweizer Dossier und die deutsche Bewerbung sind unterschiedliche Dokumente im selben Wortschatz.
Arbeitsregel hinter der Markttabelle oben
Österreich: gleiche Form, andere Wortwahl
Eine österreichische Bewerbung sieht aus wie eine deutsche und liest sich nicht so. Die Wortwahl unterscheidet sich an Stellen, die im Lebenslauf zählen, und das deutsche Wort zu verwenden ist die leiseste Art zu signalisieren, dass das Dokument für ein anderes Land geschrieben wurde.
| Deutschland | Österreich | Im Lebenslauf erscheint das als |
|---|---|---|
| Abitur | Matura | Der Schulabschluss |
| Ausbildung | Lehre | Die Zeile zur Berufsausbildung |
| Stellenanzeige | Inserat | Worauf Sie sich beziehen |
| Bewerbungsunterlagen | Bewerbungsunterlagen | Einer der wenigen gemeinsamen Begriffe |
| Januar | Jänner | Der Monat, in einem Zeitraum |
Das Foto ist eine Konvention, keine Pflicht
Das deutsche Antidiskriminierungsrecht verlangt kein Foto, und immer mehr größere Arbeitgeber bitten ausdrücklich um Bewerbungen ohne. Die Konvention ist trotzdem stark genug, dass ein Weglassen ohne Aufforderung in Deutschland und Österreich ungewöhnlich wirkt, in der Schweiz noch mehr. Richten Sie sich nach der Anzeige: Wenn dort anonymisiert steht, ist das ernst gemeint.
Was die Software liest, in allen drei Ländern
Das Foto zerstört die Extraktion nicht. Das Layout drumherum schon. Ein Foto, das neben einspaltigem Text umflossen wird, wird identisch extrahiert wie derselbe Lebenslauf ohne. Ein Foto, das eine Seitenspalte verankert, ist etwas anderes, denn die Seitenspalte ist das Problem: Wir haben einen zweispaltigen Lebenslauf mit 4 von 9 Parser-Prüfungen gemessen, gegenüber 9 von 9 bei einer Spalte. Siehe was tatsächlich gelesen wird.
- Eine Spalte, das Foto neben dem Text umflossen und nicht als Anker einer Seitenspalte.
- Übliche Überschriften: Berufserfahrung, Ausbildung, Kenntnisse.
- Durchgehend MM.JJJJ, und für Österreich Jänner statt Januar.
- Sprachkenntnisse auf der GER-Skala, nicht als Adjektive.
- Für die Schweiz das vollständige Dossier als ein PDF in der erwarteten Reihenfolge.
Quellen
Jede Quelle hier wurde vor dem Verlinken abgerufen und geprüft. Die Foto- und Unterlagenkonventionen unten sind so beschrieben, wie sie gelebt werden, nicht wie ein einzelner Arbeitgeber sie vorschreibt.
- Europass, die GER-Stufen für die Sprachzeile im Lebenslauf
- Huntr, wie Bewerbermanagementsysteme tatsächlich arbeiten
- ResumeSquad, wie sich die großen ATS-Plattformen beim Parsen unterscheiden
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Ist ein deutscher Lebenslauf dasselbe wie ein österreichischer?
Die Form ist gleich, die Wortwahl nicht. Matura statt Abitur, Lehre statt Ausbildung, Inserat statt Stellenanzeige und Jänner statt Januar im Datum.
Brauche ich ein Foto im deutschen Lebenslauf?
Gesetzlich ist es nicht vorgeschrieben und es ist weiterhin die Konvention. Immer mehr große Arbeitgeber bitten um Bewerbungen ohne Foto, und wenn in der Anzeige anonymisiert steht, richten Sie sich danach.
Was ist bei einer Schweizer Bewerbung anders?
Die Schweiz erwartet ein vollständiges Dossier: Anschreiben, Lebenslauf, jedes Arbeitszeugnis von jeder früheren Stelle und die Diplome, geordnet in einer Datei. Fehlende Arbeitszeugnisse wirken unvollständig.
Wie lang sollte ein Lebenslauf im DACH-Raum sein?
Ein bis zwei Seiten in Deutschland und Österreich. Schweizer Dossiers sind länger, weil die Anlagen Teil des erwarteten Dokuments sind und keine Zugabe.
Zerstört ein Foto die ATS-Verarbeitung?
Nicht für sich genommen. Wir haben gemessen, dass ein neben einspaltigem Text umflossenes Foto identisch extrahiert wird wie derselbe Lebenslauf ohne. Die Seitenspalte, in der ein Foto oft sitzt, ist das eigentliche Problem.
Wird ein Anschreiben noch erwartet?
Ja, in allen drei Ländern, und es wird gelesen. Das ist der deutlichste Unterschied zu Großbritannien und den USA, wo es zunehmend optional ist.
Wie gebe ich Sprachkenntnisse für einen deutschen Arbeitgeber an?
Auf der GER-Skala: Deutsch C1, Englisch B2. Die Skala ist europäisch und wird in allen drei Ländern verstanden, Adjektive nicht.
Soll ich mein Geburtsdatum angeben?
Es ist in allen drei Ländern weiterhin üblich, anders als in Großbritannien und den USA, wo es ein Risiko darstellt. Pflicht ist es nicht, und es wegzulassen fällt inzwischen nicht mehr auf.